Weltbestes Toastbrot und dazu die leckerste Sommermarmelade

marmeladen_toast

Ihr Zuckerschnuten,

am Wochenende habe ich mich daran gemacht, ein Toastbrot zu backen. Dies erwies sich etwas komplizierter als zuerst gedacht. Machste mal ein Brot, dacht ich mir, aber von Sauerteig ansetzen, einer Zubereitungszeit von über 40 Stunden und etwas das sich Mehlkochstück nennt, hatte mir keiner etwas gesagt. Also, habe ich etwas weitergesucht und bei Valentinas Kochbuch ein Rezept gefunden, dass ein klein wenig einfacher klang. Wobei mir auch dort wieder Wörter, wie schwaden und schleifen über den Weg liefen. Wie schleift man denn bitte einen Teig? Somit verbrachte ich einen halben Tag im Netz, um mich etwas mehr in die Materie einzulesen. Ich habe in der Zubereitung mal probiert, es in einfache Worte zu fassen. Und hoffe, ihr habe es dadurch einfacher. 🙂

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Die Ruhezeiten haben sich allerdings nicht merklich reduziert. Aber um unseren neuen Super-Toaster von KitchenAid* einzuweihen, fand ich es mehr als gerechtfertigt ihn für seinen ersten Röstgang mit einem selbstgebackenem Toastbrot zu bestücken! Also ran an den Teig. Hihi … Und was soll ich sagen, es ist das beste Toastbrot entstanden, dass ich je gegessen habe. Aber jedes Wochenende wird es das jetzt nicht geben – dafür ist der Aufwand einfach zu groß.

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Dazu gab es selbstgemachte Brombeer-Rosmarin-Marmelade nach einem Rezept von der lieben Julia. Die mich damit überzeugt hat, dass auch süß ganz wunderbar mit herb kombiniert werden kann. Somit wurden die letzten Beeren des Sommers für die kalten Tage konserviert. Den Liebsten konnte ich dann eher mit der Sandwich-Funktion des Toasters überzeugen. Toast, Käse, Schinken – 2 min. toasten – Abendessen ist fertig! Das gefällt. Wir haben ja mittlerweile einen Deal, sobald etwas neues angeschafft wird, muß etwas anderes dafür aus der Wohnung verschwinden. Diese Meinung teile ich nicht immer, aber in diesem Fall konnte ich guten Gewissens gleich 2 Teile verbannen. Den alten Toaster, der uns immer fleißig mit Toastbrot versorgt hat und jetzt in seinen wohlverdienten Ruhestand geschickt wird sowie den ollen Sandwich-Maker, der maximal einmal im Jahr aus der hintersten Ecke des Schrankes gekramt wurde. Wenn dafür dieses schicke Gerät einziehen darf – komme ich diesem Wunsch doch gerne nach!

toaster_kitchenaid

Soll ich euch noch etwas über den Toaster erzählen? Verschiedene Bräunungsstufen, Bagel- und Auftaufunktion … am meisten überzeugt er wohl wegen seiner Optik. Er ist einfach ein Schmuckstück in der Küche, das gesehen werden will. Um ihn im Schrank zu verstecken, ist er aber auch wirklich zu schade. Ein unfassbar schönes Gerät, das hat bei mir schon gereicht, um ihn bei uns als neuen Mitbewohner zu begrüßen. Zudem habe ich mich aber auch über die Warmehaltefunktion gefreut. Bei uns kommt es so oft vor, dass der Liebste sein Toast schon weggemümmelt hat, während ich noch am ersten knabber. Dann ist mein zweites Toast meist schon kalt. Das gibt es jetzt nicht mehr! Und den Liebsten hat wohl die Sandwichfunktion am meisten begeistert.

Und jetzt gibt es noch das Rezept, für alle Langatmigen unter euch, die sich mal an dem Marathon-Toastbrot versuchen möchten. Traut euch ruhig, eure Ausdauer wird belohnt.

 

Einen zauberhaften Start in die neue Woche wünscht euch

 

Jenni

toastbrot

Toastbrot

Zutaten:

Salz-Hefe-Mischung
10 g frische Hefe
7 g Salz
70 ml Wasser

Hauptteig
Salz-Hefe-Mischung
400 g Weizenmehl
170 ml Wasser
20 g Sahne
10 g Zucker
20 g Butter

anleitung_teig_schleifen

Zubereitung:

Als erstes das Salz und die Hefe im Wasser lösen und abgedeckt mindestens 30 min., am besten länger stehen lassen. Die Mischung könnt ihr wunderbar am Abend vorher vorbereiten, da sie bis zu 20 Stunden stehen kann.

Für den Hauptteig alle Zutaten, außer der Butter, 12 min. in der Küchenmaschine zu einem elastischen Teig verkneten. Anschließend die Butter hinzugeben und nochmals 10 min. verkneten. Bis der Teig nicht mehr am Boden klebt und seidenmatt glänzt.

Den Teig in der Schüssel, luftdicht, am besten mit Frischhaltefolie abgedeckt, 2-3 Stunden bei Zimmertemperatur (24°C) auf die doppelte Größe gehen lassen. Zwischendurch den Teig einmal falten.

Anschließend den Teig kräftig ausstoßen und rundwirken (auf einer bemehlten Arbeitsfläche klappt ihr den oberen Teil des Teiges in die Mitte, und drückt ihn mit den Handballen fest nach oben, dann dreht ihr den Teig um 90° C und wiederholt den Vorgang solange bis ein glatter, runder Ballen entstanden ist). Abgedeckt 15 min. entspannen lassen.

Den Teig zu einem ca. 40 cm langen Strang rollen, in 4 gleich große Teile schneiden und die einzelnen Teigstücke schleifen (dazu zieht ihr den Teig mit den Fingern zur Mitte des Teigstückes und gleichtzeitig drückt ihr ihn mit den Daumen in den Teigling. 2-3 mal wiederholen.) Anschließend in die gebutterte oder mit Backpapier ausgelegte Kastenform geben. Den Teig ebenfalls für 2 Stunden luftdicht abdecken und bei Zimmertemperatur (24°C) gehen lassen.

Den Backofen auf 220°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Für eine knackige Kruste schwadet ihr den Backofen ein, hierfür eine große Schale mit Wasser in den Backofen stellen und mindestens 30 min. warten, bevor ihr das Toastbrot hineinstellt. Nun das Brot auf ein Gitter in die mittlere Schiene stellen und 15 min. backen, danach die Wasserschale herausnehmen und den Wasserdampf herausziehen lassen, weitere 20 min. backen. Das Toastbrot aus Form nehmen und erneut 10 min. im Ofen backen.

Das Toastbrot noch im heißen Zustand mit Wasser abstreichen, damit es eine glänzende Kruste bekommt und auf einem Kuchenrost vollständig abkühlen lassen.

toast

Bezugsadressen: Wer sich jetzt auch so ein schickes Teilchen zulegen will, schaut mal auf der KitchenAid*-Seite vorbei. Und für alle, die sich gerne inspirieren lassen, gibt es auf seriousaboutfood ganz viele tolle Rezepte von KitchenAid. Garn über Garnundmehr, das hübsche Geschirrtuch findet ihr bei ArtChateau und die Labels sind selbstgemacht 🙂

 

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13 comments

  1. strawberry-colored

    Wie cool! Ich habe ja schon viele Sachen selbst gebacken und sie eben nicht fertig gekauft aber auf die simple Idee zu kommen auch mal Toastbrot selbst zu machen, bin ich nicht 😀
    Deines sieht verdammt lecker aus und ich bin grad so beeindruckt von der Idee und dem Rezept, dass ich es auch mal ausprobieren muss!

    Liebe Grüße!
    strawberry-colored

  2. Ben

    Sieht das KLASSE aus!!!!! Wir haben jede Menge leckere selbstgemachte Marmelade im Keller. Da werde ich demnächst mal meine Frau überraschen und zum Sonntagsfrühstück mit den Kindern noch ein selbstgebackenes Toastbrot dazu servieren.Danke für das Rezept! Es schmeckt mir jetzt schon:-)

  3. Alex

    Ich gestehe. Ich liebe Erdnussbutter mit Marmelade aus dem Garten. Aber selbst das Toastbrot backen…ich glaube…naja lassen wir das 😉 Übrigens sehr tolle Fotos.

  4. Mary

    Brot habe ich zwar auch schon gebacken. Dein Rezept scheint aber doch etwas besonderes zu sein. Wieso wird denn zunächst eine Salz-Hefe-Mischung gemacht und die Hefe nicht wie sonst in das Häufchen Mehl in Milch gegeben? Schmeckt es so besser?

    Dein Toaster ist toll. Schade, dass es ihn nicht in Rosa gibt. Es wäre sofort meiner. 🙂

    Liebe Grüße
    Mary

  5. Daniel

    Also an selbstgemachtem Toastbrot habe ich mich bisher noch nie versucht. Die Bilder sehen jedenfalls toll aus. Wenn ich wieder mehr Zeit zum Backen habe, werde ich es vielleicht mal versuchen, denn auf den Geschmack bin ich schon gespannt. Vielleicht klappt es ja im Weihnachtsurlaub. Ich esse ja sehr gerne Toastbrot und es wäre schon mal eine Abwechslung, ein selbstgebackenes zu probieren, denn der Geschmack wird definitiv frischer sein.

  6. Anja

    Hallo!
    Win wirklich sehr schönes Rezept! Bin im Backen nicht sehr talentiert und wollte daher fragen, ob es auch mit Dunkelmehl gelingt? Und falls ja, welche Sorte (also1050 …- oder so) sollte man verwenden?
    Lieben Dank und weiter so!

    • monsieurmuffin

      Liebe Anja,

      was genau meinst du mit Dunkelmehl? Vollkornmehl? Oder ein Tippfehler und du meinst Dinkelmehl? 🙂 Das Weizenmehl ist etwas feiner und daher für ein Toastbrot sehr geeignet. Mit Dinkelmehl könntest du es auch 1:1 ersetzen, bei Vollkornmehl müsstest du ein wenig mehr Wasser dazugeben. 2 Esslöffel ungefähr. Und 3/4 Vollkornmehl mit 1/4 Weizenmehl mischen, da Vollkornmehl dichter und schwerer als Weizenmehl ist. Umso niedriger die Angabe beim Mehltyp (bspw. 405) umso feiner das Backergebnis, das ist natürlich beim Toast entscheidend. Beim Dinkelmehl wäre das dann 630.

      Viel Freude beim Nachbacken

      Jenni

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