Türchen Nr. 16 | der Backbube mit Apfel-Frucht-Küchlein

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Ihr Zuckerschnuten,

über unseren heutigen Gast freue ich mich ganz besonders, der liebe Markus, besser bekannt als der Backbube! Wurde auch mal Zeit, dass sich hier ein Mann, zwischen all den gackernden Hühnern, blicken lässt. 🙂 Ich war schon ganz gespannt, was du Tolles für das heutige Türchen zaubern wirst. Würde ich mir doch glatt von jedem deiner Leckereien gleich ein Stück mopsen. Markus, ich freu mich so, dass du unser „Quotenmann“ geworden bist, in unserer Runde voll mit Foodblogger-Mädels.

Ich wünsche dir eine ganz zauberhafte Weihnachtszeit voll von süßen Köstlichkeiten und ganz viel Zeit mit deinen Lieben. Und das nächste Mal wenn ich in Ulm bin, lade ich mich einfach selber ein zu einem kleinen Kaffeeklatsch mit diesen wunderhübschen Küchlein.

Eure Jenni

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Ach Jenni, es passiert nicht oft, dass ich mich Hals über Kopf in einen Blog verliebe. Aber als ich deinen Blog zum ersten Mal gesehen hab traf sie mich – die Blog-Liebe auf den ersten Blick. Deine Fotos sind einfach traumhaft schön: Man möchte direkt in die Bilder hineintauchen und die ganzen Leckereien probieren. Ich bin wirklich begeistert, wie schnell du mit deinem Blog durchgestartet bist – das gibt’s nicht oft. Ich mag die klaren Linien deines Blogs und deine Bildsprache. Und ich hab mich wirklich riesig gefreut, als du mich gefragt hast, ob ich bei deinem Adventskalender dabei sein möchte.

Darum hab ich dir und deinen Lesern etwas ganz Feines mitgebracht. Apfel-Frucht-Küchlein mit Frischkäsefrosting und gezuckerten Cranberries. Das Rezept für die kleinen Küchlein habe ich von meiner Gastmutter aus Amerika bekommen. 1995 war ich dort nämlich auf Konzertreise mit dem Jugendchor {Oh je bin ich alt}. Und im beschaulichen Ort Roscommon im Bundesstaat Michigan hab ich diese Küchlein zum ersten Mal gegessen. Allerdings in einer sommerlichen Variante. Aber seit vielen Jahren ist es sozusagen mein Standardkuchenrezept für kalte Wintertage, denn mit etwas Lebkuchengewürz wird daraus ein Kuchen aus der Kategorie „Da würd ich mich am liebsten reinlegen“. Ich hab es bisher noch keinem verraten, aber dein Adventskalender ist eine gute Gelegenheit, damit rauszurücken. Also viel Spaß damit:

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Apfel-Frucht-Küchlein mit Frischkäse-Frosting und gezuckerten Cranberries

Zutaten für den Teig:
200 g weiche Butter
200 g dunkler Muscovado-Zucker
3 Eier (M)
1 EL Zuckerrübensirup (z.b. von Grafschafter)
200 g Mehl
1 EL Backpulver
2 TL Lebkuchengewürz
200 g geriebener Äpfel
150 g Rosinen
150 g Sultaninen

Frosting:
150 g weiche Butter
200 g Puderzucker
200 g Frischkäse, kalt
1 Zahnstocherspitze blaue Speisefarbe

Deko:
100 g frische Cranberries
1 Eiweiß
50 g Zucker
ein paar Zweige Rosmarin

Zubereitung:
Den Ofen auf 180 Grad Umluft vorheizen. Eine Form für kleine Gugelhüpfe oder 8 hohe Soufflé-Formen fetten und mit Mehl ausstreuen. Einen großen Apfel schälen und klein raspeln. Es sollten 200g dabei herauskommen. Notfalls nochmal einen kleinen Apfel dazu reiben.

Butter, Muscovado-Zucker, Eier, Sirup, Mehl, Backpulver & Lebkuchengewürz in eine große Schüssel geben und mit dem Handrührgerät {mit Schneebesenaufsatz} gut verrühren. Dann die geriebenen Äpfel, die Rosinen und die Sultaninen dazugeben und mit einem Holzkochlöffel vorsichtig unterheben. Den Teig in den Formen verteilen und ca. 30 – 35 Minuten backen. Sicherheitshalber einen Stäbchentest machen. Kommt das Holzstäbchen sauber aus dem Teig heraus sind die Küchlein fertig. Aus dem Ofen nehmen und vollständig in der Form abkühlen lassen.

Für das Frosting die weiche Butter ca. 2-3 Minuten cremig aufschlagen. Dann den Puderzucker dazugeben und weitere 4-5 Minuten rühren. Das lasst ihr am besten die Küchenmaschine machen, sonst fällt euch der Arm ab. Da Butter das Frosting meist leicht gelblich aussehen lässt gibt es einen kleinen Trick, dass es weißer aussieht. Dazu müsst ihr einfach eine ganz kleine Menge royal-blaue Speisefarbe mit unter das Frosting rühren. Aber wirklich nur etwa die Spitze eines Zahnstochers. Ein Stecknadelkopf wäre von der Menge her z.B. schon zu viel. Und ob ihr’s glaubt oder nicht – es klappt wirklich. Dann noch den kalten Frischkäse kurz unterrühren. Wie ihr das Frosting auf dem Kuchen verteilt bleibt euch überlassen. Entweder mit einem Spritzbeutel einen kleinen Klecks obendrauf setzen, oder die Küchlein komplett damit einstreichen.

Für die Deko das Eiweiß etwas aufschlagen, es sollte leicht schaumig aber noch nicht zu fest sein. Dann die Cranberries eintauchen, das überschüssige Eiweiß abschütteln und in Zucker wälzen. 15-30 Minuten im Kühlschrank fest werden lassen. Wer Angst vor rohem Eiweiß hat, kann die Cranberries auch einfach etwas anfeuchten und in Zucker wälzen {das hält nur nicht so lang}. Das gleiche macht ihr mit dem Rosmarin. Und schon könnt ihr eure Küchlein damit dekorieren.

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Dieses Rezept ist wirklich superleicht zu machen, denn auch ohne Frosting schmecken die kleinen Küchlein einfach großartig, vorausgesetzt man mag Rosinen {hihi} – die könnt ihr aber bestimmt auch durch anderes getrocknetes Obst ersetzen, z.B. durch Cranberries. Selbstverständlich reicht das Rezept auch für einen großen Kuchen. Dafür könnt ihr einfach eine etwas höhere 20 cm-Springform oder auch eine Kastenform verwenden.

Ich wünsche euch allen ein frohes Weihnachtsfest und einen tollen, tief verschneiten Winter. Und dir liebe Jenni möchte ich nochmal Danke sagen, dass ich ein Türchen deines Adventskalenders befüllen durfte. Ich bin schon gespannt, was sich noch so alles im Kalender versteckt. Mach weiter so!

Möge der Schneebesen mit dir sein,

Dein Backbube

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